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Birger-Forell-Realschule


John Gingerich „Erinnerungen an Espelkamp“

"1946 war es der Anblick der Trümmer einst so schöner Städte wie Danzig, Gdingen und Zoppot, der mich bewegte. Ich trat im März 1947 in eine Aufbaueinheit der Mennonitischen Zentralkomitees ein, das ein umfangreiches Hilfsprogramm für Europa organisierte. Ich trat im März in diese Einheit ein. Dann wurde ich versetzt in einen Ort namens Espelkamp in der britischen Zone(...).

Gegen 16 Uhr kamen wir in unserem blaugestrichenen Militärbus vor den Toren von Hedrichsdorf an(...). Eines unserer Projekte war der Umbau der Halle 16 in einem Kindergarten. Herr Kucharzeck war unser Chef, und wir arbeiteten viel mit Zimmermann und Tischlermeister Lemke zusammen. Wie viel Geduld diese guten Männer mit uns hatten! Sie trauten uns eine Mange zu. Eines Tages bat mich eine Steilhofschwester, eine Glasscheibe in eine Fensteröffnung einzusetzen. Da ich gerade anderes zu tun hatte, sagte ich ihr, sie sollte Howard Rush fragen.

„Herr Glasermeister“, sprach sie ihn an, „würden sie das Fenster reparieren?“ Howard tat, worum sie ihn gebeten hatte, aber er war alles andere als ein Glasermeister. Unsere Aufgabe in Espelkamp bestand nicht nur darin, den Flüchtlingen beim Bauen zu helfen, sondern auch, dazu beizutragen, neue Hoffnungen in das Leben der jungen Menschen zu bringen, die für vier, fünf oder sechs Wochen, manchmal auch sechs Monate zu uns kamen. Man stelle sich vor, europäische Jungendliche, die gern Butterbrote essen zusammen mit Amerikanern, die lieber Kartoffelbrei und andere merkwürdige Gerichte mögen! "

Espelkamp wird aufgebaut - aus Munaschutt:

Zum 50. Todestag Birger Forells zusammengestellt von Ulrich Schlick, Christiane Müller-Griepshop und Schülern der Birger-Forell-Realschule. Besonderer Dank gilt den Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die uns Zugang zum Stadtarchiv verschafften und uns auch sonst sehr behilflich waren: Herr Spangenberg (Archiv), Herr Siemon (Redakteur in der Öffentlichkeitsarbeit)