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Birger-Forell-Realschule

Johannes Rau  (Ministerpräsident a.D. des Landes Nordrhein-Westfalen, Bundespräsident a.D.:

„Mit der bedingungslosen Kapitulation Hitler-Deutschlands ging das schreckliche Kapitel unserer Geschichte zu Ende (...). Einer, der damals mitgeholfen hat, die schlimmste Not zu mildern, Neues aufzubauen und die Mutlosigkeit zu überwinden, war der Schwede Birger Forell. Lange Zeit war er, der überzeugte Mitstreiter der Bekennenden Kirche, als Pastor der schwedischen Gemeinde in Berlin tätig gewesen und hatte manchem zur Flucht ins rettende Ausland verholfen (...). Nun sah er das Flüchtlingselend in Deutschland und beschloss zu helfen. Tausenden von Flüchtlingen hat  er zu einer neuen Heimat verholfen und ist dabei  sogar zum Gründer einer Stadt geworden: Espelkamp, im östlichen Teil Westfalens gelegen, ist bis auf den heutigen Tag ein Zeichen für das Engagement und die Tatkraft dieses Mannes, der gelernt hatte, dass Gutes selten aus Schlechtem, viel eher aber aus Erfahrung des Guten erwächst (...). Dass die biblische Botschaft hoch aktuell und enorm politisch sein kann, hat er, der Brückenbauer, gewusst und durch sein ganzes Tun immer wieder deutlich gemacht. Gerade darin bleibt er, der Freund der Gefangenen und Flüchtlinge, der große Europäer, auch heute noch (...) ein Vorbild, an das zu erinnern lohnt.“

Bischof Dr. Hermann Kunst DD:

„Birger Forell hat rastlos, seiner Gesundheit nicht achtend, seiner Familie viel zumutend, unbeirrt durch Enttäuschungen und Rückschläge für uns Espelkamper gearbeitet.

Unter den Vätern unserer Stadt ist er der bedeutenste. (…)

Die Erinnerung an Birger Forell zielt bei uns auf eine neue Nachdenklichlkeit über unseren Weg und die Erweckung des Verantwortungsbewusstseins für das Gemeijnwohl in Espelkamp. Die innere Gesundheit unserer Stadt gibt es in dem Maße, als wir Glaube und Dienst füreinander bewähren und dadurch in der breiten Spur des Segens von Birger Forell bleiben.“

Bonn im Juni 1982

 

 

Zum 50. Todestag Birger Forells zusammengestellt von Ulrich Schlick, Christiane Müller-Griepshop und Schülern der Birger-Forell-Realschule. Besonderer Dank gilt den Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die uns Zugang zum Stadtarchiv verschafften und uns auch sonst sehr behilflich waren: Herr Spangenberg (Archiv), Herr Siemon (Redakteur in der Öffentlichkeitsarbeit)